Initiative "Evangelisches Gymnasium Schwallungen"

Im Juni 2004 wurde die Initiative "Evangelisches Gymnasium Schwallungen", der auch der Förderverein angehört, gegründet. Diese Initiative macht es sich zur Aufgabe, die Gründung eines evangelischen Gymnasiums in Schwallungen zu unterstützen.

Auf dieser Seite sind einige Presseberichte dargestellt sowie der Elterninformationsbrief, welcher von Schulpfarrer Michael Tausch (Am Weidig 7, 98617 Meiningen) geschrieben wurde. Er beantwortet häufig gestellte Fragen zum Thema christliches Gymnasium.
Auch ein Formular für ein Rückantwortschreiben liegt bereit, in dem Sie Ihre Absicht bekunden können, Ihr Kind auf ein christliches Gymnasium zu schicken. Selbstverständlich ist die von Ihnen erbetene Erklärung rechtlich für Sie völlig unverbindlich.




Presseartikel im "Freien Wort" vom 08.07.2004

Stolpersteine für Eltern-Befragung zu kirchlichem Gymnasium

Angst vor Konkurrenz?


SCHWALLUNGEN – Eine E-Mail aus dem Staatlichen Schulamt Schmalkalden hat in den zurückliegenden Tagen für Ärger und Unverständnis sowie Kopfschütteln gesorgt. In diesem wurde lapidar und anordnend mitgeteilt: „Die durch die Elterninitiative angestellte Befragung zur Errichtung eines kirchlichen Gymnasiums wird nicht über die Grundschulen an die Elternhäuser verteilt.“

Die Meininger Behörde adressierte das elektronische Schreiben an die Grundschulen der Region, die sich im Einzugsgebietes eines Schwallunger Gymnasiums in kirchlicher Trägerschaft befinden würden.

Harry Degel, der Bürgermeister der Werratal-Gemeinde zeigte sich regelrecht empört und stellte die Frage, ob es sich um einen Komplott handelt, weil staatliche Gymnasien sich vielleicht vor einer potenziellen Konkurrenz fürchten? Ihm (Degel) komme es so vor, als ob die Personen auf den Beamtensesseln nach wie vor nichts dazu gelernt hätten. Einer Initiativgruppe von Pfarrern und Eltern sowie Kommunalpolitikern müsse es in einer Demokratie doch gestattet sein, Info-Material zu einer kirchlichen Bildungseinrichtung über die Grundschulen an interessierte Eltern zu verteilen, polterte der Bürgermeister, der auch im neuen Kreistag vertreten sein wird. Er informierte im gleichen Atemzug, dass es sich bei dem Schreiben um eine reine Bedarfsanalyse und keineswegs um ein Anmeldeformular handele.

Trotz aller Schwierigkeiten will die in diesem Jahr gegründete „Initiative Evangelisches Gymnasium Schwallungen“ an ihrem Ziel ein solches zu installieren festhalten. Und die Resonanz auf die Befragung sei riesig und positiv gewesen, so ein Sprecher der Interessenvereinigung. Mittlerweile haben über 360 Eltern dokumentiert, dass sie ihr Kind auch an einer kirchlichen Einrichtung ausbilden lassen würden. Und das, trotz der Tatsache, dass sie ein Schulgeld von 30 Euro pro Monat zahlen müssten.

Bei 400 Bekundungen pro kirchliches Gymnasium in Schwallungen sei der Bedarf für solch eine Einrichtung gegeben, sagt die Landeskirche. Diese Hürde werde in den nächsten Tagen mit Sicherheit genommen, kommentierte Harry Degel momentan noch fehlende Unterschriften, denn man habe das Informationsschreiben auf anderen Wegen an Frau und Mann gebracht. Schließlich müssten beim Erreichen der geforderten Zahl, auch Kreistag und Landeskirche zu ihren Aussagen stehen. Ein Statement des Schulamtes war gestern vor Redaktionsschluss nicht mehr zu erhalten. (dag)


Quelle: www.freies-wort.de





Leserbrief im "Freien Wort" vom 21.10.2004

LESERBRIEF

Kirchliches Gymnasium wird von den Eltern gewollt


Zu den neuen Plänen bezüglich der Weiternutzung des Schwallunger Werratal-Gymnasiums als Fachschule für Gesundheit und Soziales erreichte uns folgender Leserbrief:

Der Artikel "Neue Schulpläne" klingt wie ein Abgesang auf die Pläne für ein kirchliches Gymnasium in Schwallungen. Doch diese Pläne sind weiterhin in der Diskussion. Dazu folgende Fakten: Ein kirchliches Gymnasium in Schwallungen wird von vielen Eltern in der Region gewollt. Bei einer im Sommer durchgeführten Umfrage haben die Eltern von 371 Kindern mit ihrer Unterschrift erklärt, dass sie ihr Kind auf ein kirchliches Gymnasium in Schwallungen schicken wollen.

Unterschrieben haben sie damit auch die Bereitschaft, ein Schulgeld in Höhe von zirka 30 Euro monatlich zu bezahlen. Da von einigen Grundschulen nach einer Intervention des Schulamtes keine Rückmeldung kam, liegt das tatsächliche Interesse noch höher. Erst in den letzten Wochen kam ungefragt noch eine größere Zahl von Unterschriften von Eltern der neuen Erstklässler aus der Grundschule Walldorf.

Bezüglich des Schulgebäudes in Schwallungen wird der Kreistag zwischen zwei Alternativen zu wählen haben: Kirchliches Gymnasium oder Fachschule für Gesundheit und Soziales. Es ist richtig, dass auch ein kirchliches Gymnasium nicht ohne finanzielle Mittel des Landkreises auskommen würde. Trotzdem sollten die von den Bürgern gewählten Abgeordneten bitte unter anderem folgende Argumente bedenken:

1. Oft wird Bürger-Engagement in Sonntagsreden gefordert. Bei einem kirchlichen Gymnasium in Schwallungen würde es erbracht. Wenn so viele Eltern eine Schule auch finanziell mittragen wollen – sollte dann der Landkreis dies nicht unterstützen?

2. Wichtige Anliegen der bildungspolitischen Diskussion könnten im Kreis umgesetzt werden. Eine freie Schule hat einen größeren Entscheidungsspielraum in der Gestaltung des schulischen Lebens. Wenn die Entscheidung für ein kirchliches Gymnasium in Schwallungen fallen sollte, werden wir auch interessierte Eltern einladen, an der Ausarbeitung des Schulkonzepts mitzuwirken.

3. Eine freie Schule erweitert so das Bildungsangebot im Kreis. Dadurch ergeben sich auch positive Anreize für die bestehenden Gymnasien.

4. Die Schulnetzbeschlüsse des Kreistages würden durch ein kirchliches Gymnasium in Schwallungen nicht ausgehebelt. Die Elternumfrage zeigt, dass ein kirchliches Gymnasium in Schwallungen vor allem die großen Gymnasien in Meiningen und Schmalkalden zahlenmäßig entlasten würde. Die kleineren Gymnasien in Kaltensundheim und Zella-Mehlis wären kaum oder gar nicht berührt.

5. Die meisten auswärtigen Schüler eines kirchlichen Gymnasiums in Schwallungen könnten mit der Bahn anreisen, so dass sich zusätzlicher Schulbusverkehr erübrigt. So kamen z. B. allein 55 Unterschriften aus der Stadt Meiningen.

6. Alle jetzigen Schüler des Werratal-Gymnasiums hätten die Chance, in Schwallungen ihr Abitur zu machen. Die unnötigen Härten eines Schulwechsels könnten vermieden werden.

Für weitere Informationen zu den Plänen für ein kirchliches Gymnasium stehe ich auch als Schulpfarrer gerne zur Verfügung.


MICHAEL TAUSCH, MEININGEN


Leserbriefe können nur mit Namen und vollständiger Anschrift veröffentlicht werden. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.


Quelle: www.freies-wort.de





Offener Brief an den Landrat und an die Fraktionsvorsitzenden des Kreistages Schmalkalden-Meiningen, 25.11.2004

Hier auch als PDF-Version einsehbar...


Werratal - Gymnasium Schwallungen
- Schulelternvertretung -
- Förderverein "Freunde des Werratal Gymnasiums" -

Werratal-Gymnasium, Am Gymnasium 1, 98590 Schwallungen
Telefon: 036848/60610
Fax: 036848/60620
eMail: WTGSchwallungen@t-online.de
Internet: http://www.wtgschwallungen.de/foerderverein

Schwallungen, 25.11.04


Offener Brief an den Landrat und an die Fraktionsvorsitzenden des Kreistages Schmalkalden-Meiningen

Sehr geehrte/r Frau/Herr ...,

die Eltern des Werratal-Gymnasiums Schwallungen sind empört über den Vorschlag die Schule bereits zum Ende des laufenden Schuljahres zu schließen.

Wir fordern:

1. einen geordneten Übergang für ALLE Schüler in ein anderes Gymnasium gleich welcher Trägerschaft.
Begründung:
Es ist unzumutbar Schüler mit Beginn des 12. Schuljahres in eine andere Schule umzusetzen, da sie sonst ihre gewählten Kurse nicht in jedem Fall in dieser Form weiterführen können. Jeder Mensch braucht eine Phase der Eingewöhnung in einer neuen Umgebung und da machen unsere Schüler keine Ausnahme. Können Sie es mit Ihrem Gewissen vereinbaren, dass Schüler durch die Umstellungsphase ein schlechteres Abiturergebnis erreichen und ihnen damit der Zugang zu ihrem Wunschberuf verschlossen bleibt? Zur Information über die gymnasiale Oberstufe in Thüringen erhalten Sie in der Anlage eine Broschüre des Thüringer Kultusministeriums. Haben Sie einmal Kontakt zu Schülern geknüpft um zu erfahren, welche enorme Belastung allein schon die Abgabe der Seminarfacharbeit in der Klasse 12/I mit sich bringt? Wie erklären Sie den Schülern, dass Räume für Gymnasiasten zumutbar sind aus denen die Berufsschüler wegen Unzumutbarkeit sofort ausziehen müssen?

2. eine FAIRE Chance für die Thüringer Landeskirche das Gymnasium zu übernehmen.
Begründung:
Es ist unbegreifbar, dass nach zweijähriger Diskussion und Gesprächen zwischen der Thüringer Landeskirche und dem Landkreis auf höchster Ebene keine Beratung im Kreistag Schmalkalden-Meiningen erfolgen konnte, weil keine schriftliche Erklärung vorlag. Diese wurde jetzt von der Initiative Evangelisches Gymnasium Schwallungen eingereicht. Welches neue Argument gibt es jetzt gegen ein kirchliches Gymnasium in Schwallungen? Warum versagen Sie Schülern der Region ein solches alternatives Bildungsangebot? Fürchten Sie für die staatlichen Schulen Konkurrenz? Die Eltern jedenfalls haben ihre Bereitschaft zur Zahlung von Schulgeld erklärt und übernehmen auch die Fahrtkosten. Jetzt ist der Kreistag Schmalkalden-Meiningen am Zuge!

3. eine VERBINDLICHE Zeitschiene durch die Schulverwaltung, wie ein geordneter Übergang erfolgen soll.
Begründung:
Nicht nur wir Eltern des Werratal-Gymnasiums sind verunsichert über die Zukunft unserer Kinder. Haben Sie auch schon an die Eltern der Grundschüler gedacht, die eine Entscheidung zur Schullaufbahn ihrer Kinder treffen müssen? Wie sollen sie sich entscheiden, wenn im Kreistag ständig Beschlüsse in Frage gestellt werden und keiner weiß, wie diese umgesetzt werden?

Bitte fassen Sie Ihre Beschlüsse nicht nur nach Kassenlage. Hier geht es um UNSERE SCHÜLER, nicht um irgendwelche Steine, die man einfach umstapelt! Geben Sie allen Jugendlichen die Möglichkeit auch die schönen Seiten der Abiturzeit zu genießen. Geben Sie allen Kindern und Jugendlichen des Werratal-Gymnasiums Schwallungen das Gefühl, dass sie hier zu Hause sind und von Allen gut behütet werden.


Mit freundlichen Grüßen


Iris Theer
Vorsitzende der
Schulelternvertretung
Sabine Pfannstiel
Vorsitzende des Fördervereins
"Freunde des Werratal-Gymnasiums"

Anlage:
Broschüre


Quelle: "Freies Wort"





Leserbrief im "Freien Wort" vom 10.12.2004

LESERBRIEF

Kirchliches Gymnasium Schwallungen - wo ist das Problem?


Viele Zeitungsartikel und Leserbriefe sind zu diesem Thema erschienen. Leider wurde die Thematik durch monatsweise erscheinende neue Ideen so verkompliziert, dass die, die es tatsächlich betrifft, die Schüler und Eltern, uninformiert und verunsichert sind.

Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde der aktuelle Stand am 8. Dezember 2004 im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Werratal-Gymnasium an Schüler und Eltern weitergegeben. Am Ende stand die Frage: "Wo ist das Problem?"

Es liegen 370 schriftliche Willenserklärungen von Familien vor, die ihr Kind auf ein kirchliches Gymnasium schicken wollen. Damit wurde die Bedingung der Kirche erfüllt, dass die Umgebung Interesse an einer solchen Schule hat. Des Weiteren sind 370 Schüler aus pädagogischen und ökonomischen Gründen geradezu optimal für ein solches Gymnasium. In Sachen Finanzen ergibt sich nach den Zahlen des Schulamtes eine für den Landkreis unbedeutende Zuzahlung von jährlich 25.000 Euro. Ein schriftlicher Antrag für eine zeitnahe Beschlussfassung im Kreistag wurde eingereicht.

Leider steht der Punkt "Kirchliches Gymnasium Schwallungen" aber nicht auf der Tagesordnung der nächsten Kreistagssitzung am 16. Dezember. Stattdessen soll über eine Umsiedlung der "Schule für Gesundheit und Soziales" von Schmalkalden nach Schwallungen diskutiert werden. Grund für den Umzug dieser Schule ist die marode Bausubstanz und Platzmangel. Bedenkt man, dass bei der Umsetzung dieses Vorhabens 500 Schwallunger Schüler auf die anderen Gymnasien und damit hauptsächlich Schmalkalden verteilt werden, ist klar, dass nun wiederum die Kapazität des Schmalkalder Gymnasiums nicht ausreicht. Als Übergangslösung ist deshalb im Gespräch, die "Schülerüberkapazität", d.h. die Schwallunger Gymnasiasten, an der maroden Gesundheitsschule in Schmalkalden zu unterrichten.

Dies ist nur einer der Punkte, der bei Schülern und Eltern während der Informationsveranstaltung für Staunen und Erheiterung aber keinesfalls Resignation sorgte. So wurde beschlossen, am Tag der Kreistagssitzung die Problematik in der Bürgerfragestunde anzusprechen. Eltern und Schüler treffen sich deshalb am Donnerstag, dem 16. Dezember um 16.30 Uhr vor dem Versammlungssaal des Landratsamtes in Meiningen.

Wir, die Initiative "Kirchliches Gymnasium Schwallungen" rufen Sie auf:
Kommen Sie zu dieser Kreistagssitzung! Zeigen Sie unseren Abgeordneten, dass Sie Ihr demokratisches Recht auf Mitsprache nutzen werden!


Tobias Erb
Schwallungen
Vorstandsmitglied des Fördervereins "Freunde des Werratal-Gymnasiums"

Leserbriefe können nur mit Namen und vollständiger Anschrift veröffentlicht werden. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.


Quelle: "Freies Wort"






Wie es weiter ging, können Sie in unserer Chronologie einsehen.




Elterninformationsbrief mit Rückantwortschreiben

Dokumente im Adobe *.pdf-Format:

Elternbrief für Grundschüler (PDF, 13 KB)
Elternrückmeldung für Grundschüler (PDF, 5 KB)

Elternbrief für Gymnasiasten (PDF, 13 KB)
Elternrückmeldung für Gymnasiasten (PDF, 5 KB)

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Elternbrief für Grundschüler (DOC, 31 KB)
Elternrückmeldung für Grundschüler (DOC, 21 KB)

Elternbrief für Gymnasiasten (DOC, 30 KB)
Elternrückmeldung für Gymnasiasten (DOC, 21 KB)